Gemeinde zahlt 103.348,- € für Breitbandausbau

Die Telekom Deutschland GmbH wird mit dem Breitbandausbau in den Erschließungsgebieten Uttings beauftragt. Dies beschloss der Gemeinderat einstimmig.

Ausschreibung ergibt Telekom als günstigsten Anbieter
Die von der Gemeinde beauftragte Firma IKT hatte Angebote der „Amplus GmbH“ und der Telekom eingeholt, wobei die Telekom das eindeutig wirtschaftlichere Angebot abgegeben hat. Die „Wirtschaftlichkeitslücke“, also der Betrag der fehlt, damit sich der Ausbau rechnet, liegt bei der Telekom bei „nur“ ca. 344.000,- Euro und das obwohl knapp 9 km Tiefbau und ca. 3 km oberirdischer Leitungsbau notwendig werden. Ca. 21 km Glasfaser werden neu verlegt werden. Im Ergebnis werden 895 Uttinger Anschlüsse mind. 30 Mbit/sek, davon 97 sogar 50 Mbit/sek. Übertragungsgeschwindigkeit erreichen.

Ausbau wird billiger als geplant
Von der „Wirtschaftlichkeitslücke“ wird die Gemeinde 103.348,- Euro übernehmen, der Freistaat wird 214.144,- Euro zuschießen. Im Gemeindehaushalt stehen aus dem Vorjahr 177.000 Euro bereit, die Maßnahme wird also für Utting um ca. 70.000,- Euro billiger als geplant.

Ab Ende 2017 kann schneller gesurft werden – außer im Dorfkern
Mit der Fertigstellung der Maßnahme ist Ende nächsten Jahres zu rechnen. Telekomkunden im Dorfgebiet werden dann neue, verbesserte Vertragsangebote zugeschickt bekommen ohne dass weitere Baumaßnahmen erforderlich werden. Kunden außerhalb des Ortes werden Kosten von. ca. 500,- € zu übernehmen haben, falls sie einen Hausanschluss wünschen. Gebiete, die bereits jetzt 30 Mbits/Sek. als Übertragungsgeschwindigkeit haben, sind vom Ausbau nicht umfasst. Hierbei handelt es sich um weite Teile des Ortskerns. Für die dortigen Uttinger ändert sich daher vorerst nichts.

Parkgebühren im Freizeitgelände ab nächstem Jahr
Einstimmig beschloss der Gemeinderat im Freizeitgelände 6 Parkscheinautomaten „Pecuni 7 solar“ für ca. 30.000 Euro anzuschaffen. Die dazugehörige Satzung über die Erhebung von Parkgebühren wurde ebenfalls einstimmig beschlossen. Daher wird das Parken am Freizeitgelände ab nächstem Jahr 0,50 € pro angefangene halbe Stunde (wobei die erste ½ Std. frei ist) bzw. 5,- € für den ganzen Tag kosten.

Schulsanierung: Nun sind die Lichtschächte dran
Einstimmig beschloss der Gemeinderat, die maroden Lichtschächte auf der Nordseite des (neuen) Schulgebäudes für 53.600,- Euro (netto) zu sanieren. Auf Empfehlung von Dipl. Ing. Architekt Joachim Brezowsky entschied sich der Rat für den Einsatz von Gitterrosten statt einer Sicherheitsisolierglasabdeckung.

Seebühne hatte erfolgreiche Saison
Seebühnenchef und Gemeinderat Florian Münzer teilte mit, dass die Seebühne trotz des durchwachsenen Wetters 19 von geplanten 20 Vorstellungen durchführen konnte und immerhin ca. 4200 Zuschauer mit dem „Kobold“ erfreuen konnte. Er dankte der Gemeinde für die gedeihliche Zusammenarbeit.

Entenbilharziose auch in Utting
Bürgermeister Lutzenberger berichtete über eine Anfrage des Landratsamts, ob auch in Utting (wie am Westufer des Ammersees) Probleme mit der „Entenbilharziose“ (bekannt als „Ammerseebeiß“) zu verzeichnen seien. Es handelt sich um einen Parasiten von Wasservögeln, der von diesen mit dem Kot ausgeschieden wird und (über einen Zwischenwirt) durch deren Schwimmhäute wieder in diese eindringt. Die menschliche Haut reagiert darauf mit Juckreiz und Ausschlag. Bürgermeister Lutzenberger teilte mit, dass ihm auch aus Utting solche Fälle berichtet wurden. Er wird das Landratsamt von der übergroßen Uttinger Gänsepopulation unterrichten.

Bausachen:

Schulstr. 29: Neubau von 4 Mehrfamilienhäusern, Gemeinde klagt (einstimmig)
Zum wiederholten Mal beschäftigte sich der Rat mit dem großen Bauvorhaben an der Ecke Schulstr. /Rotkreuzstr. Nachdem der Rat zuletzt in der Sitzung vom 19.05.2016 einstimmig das Einvernehmen zu dem Bauantrag verweigert hatte, da das Bauvorhaben zu groß ist und sich insbesondere von der Höhe her nicht einfügt, ersetzte das Landratsamt unser fehlendes Einvernehmen mit Bescheid vom 21.07.2016. Der Rat beschloss einstimmig, gegen diesen Bescheid Klage zu erheben.
Anschließend unterbreitete der Architekt des Bauwerbers, Herr von Meier, sein Kompromissangebot, wonach die 4 Häuser (bei unveränderter GFZ) im First ca. 80cm niedriger werden. Dieser Vorschlag wurde im Rat kontrovers diskutiert. Der Architekt wies darauf hin, dass der Bauwerber stets kooperativ gehandelt und den Konsens gesucht habe. Es gebe „eindeutig“ vergleichbare Gebäude in der unmittelbaren Umgebung. Er verstehe „wirklich nicht“, warum die Gemeinde sich so sehr gegen die Gebäude wehre. Der Gemeinderat entschied sich schließlich mit 11 gegen 1 Stimme, dem Kompromiss – wenn ein entsprechender Bauantrag vorliegt – näher zu treten.

Mühlstr. 7a, Anbau eines Doppelhauses an bestehendes EFH, Zustimmung (einstimmig)

Seestr. 10 (Seerestaurant), Sanierung und Umbau des bestehenden Gastgewerbes, Anbau einer Terrasse mit Kaltlager, Nutzungsänderung des OG von Ferienwohnung zu Wohnung, Zustimmung (einstimmig)
Die seeseitige Fassade wird mit neuen Fenstern ausgestattet, die nördlich gelegene Terrasse mit einem Balkon überdacht. Für Stellplatzprobleme ist das Landratsamt zuständig, der Durchgang zwischen der seeseitigen Bestuhlung und der Bestuhlung direkt am Gebäude muss frei und breit genug bleiben.

Termine:
Gemeinderatssitzung: Donnerstag, 15.09.2016 im Feuerwehrhaus

Peter Noll