Gemeinschaftsgrabfelder für Urnen auch in Utting
Einstimmig beschloss der Gemeinderat, auf dem Uttinger Friedhof ein Gemeinschaftsgrabfeld einzurichten, das ab Mai 2017 belegt werden kann. Auf einem 2m x 2m großen Doppelgrab können so 16 Urnen beigesetzt werden. Frau Breier, bei der Gemeindeverwaltung zuständig für die Friedhofsverwaltung, erklärte, dass die Gebühren im kommenden Jahr neu kalkuliert werden. Diese könnten für eine Bestattung im Gemeinschaftsgrabfeld niedriger als in Einzelurnenfeldern werden.
Angehörige entlastet: Grabpflege wird von Uttinger Gärtnerbetrieb übernommen
Herr Jürgenliemk Geschäftsführer der „TBF, Treuhandgesellschaft Bayerischer Friedhofsgärtner mbH“ erläuterte dem Rat das Konzept „gärtnergepflegter Ruhegemeinschaften in treuhänderischer Verwaltung“: Die Treuhandgesellschaft verwaltet die Einzahlungen der Kunden und bezahlt den ortsansässigen Gärtner (Fa. Streicher) für die Pflege des Gemeinschaftsgrabes. Dabei wird der Preis, den die Kunden zu zahlen haben, unabhängig von der Zahl der im Gemeinschaftsgrab bestatteten Urnen sein. Allerdings können keine Einzelwünsche für die Grabgestaltung berücksichtigt werden.
„Baum als wachsender Grabstein“
Als weitere Möglichkeit einer gemeinschaftlichen Urnenbestattungsanlage stellte Frau Breier eine Idee der Fa. Pfau (Baumpflege) vor, wonach die Urnen in einer Grasfläche um einen Baum herum bestattet werden. Da es nicht möglich sein wird, einen bereits gewachsenen großen Baum, dessen Wurzeln sonst beschädigt würden, als Mittelpunkt der Anlage zu nehmen, muss dafür eine Neupflanzung vorgenommen werden. Wie Bürgermeister Lutzenberger (GAL) ergänzte, sind dabei weder für das Gemeinschaftsgrab noch für den „wachsenden Grabstein“ anonyme Grabstätten vorgesehen. Die Namen und Lebensdaten der Verstorbenen werden vielmehr sichtbar bleiben.
Der Rat beschloss einstimmig, auch dieses Konzept weiter zu verfolgen.
Kommentar:
So ändern sich die Zeiten: War es früher weit verbreitet, die letzte Ruhestätte ähnlich einem Denkmal zu Ehren des Verstorbenen und möglichst individuell zu errichten, wächst heutzutage das Interesse an gemeinschaftlichen Gräbern, um die sich die Angehörigen nicht mehr persönlich kümmern müssen. Es ist gut, dass die Gemeinde diesem Anliegen mit der Einrichtung einer ersten Gemeinschaftsgrabstätte nachkommt. Es ist schließlich die höchstpersönliche Entscheidung der Hinterbliebenen, wie sie ihres Verstorbenen gedenken wollen – und ob überhaupt. Peter Noll

Sicherheitsdienst auch im nächsten Jahr im Summerpark
Gegen die 3 Stimmen der Gemeinderäte Patrick Schneider (GAL), Florian Hansch (SPD) und Christian Strohmeier (GAL) beschloss der Gemeinderat, auch im nächsten Jahr den Summerpark und das Sonnendacherl an Wochenenden und „Brückentagen“ vom privaten Sicherheitsdienst Unger bewachen zu lassen. Die Kosten betrugen im vergangenen Jahr (2016) ca. 19.000€ und werden für 2017 in ähnlicher Höhe erwartet.
In der regen Diskussion wurde von mehreren Räten betont, dass sich die Situation in diesem Jahr gegenüber dem Jahr 2015 deutlich verbessert habe. Dies wurde auf den (Zit. GR Streicher: „netten“) Einsatz des Sicherheitsdienst zurückgeführt, während Christian Strohmeier (GAL) auf das schlechtere Wetter verwies. Matthias Hornsteiner (LW), der in der Nähe des Sonnendacherls wohnt, berichtete, dass die überlauten Parties, die den Anliegern in den vergangenen Jahren den Schlaf raubten, entschieden weniger geworden seien. Auch Bürgermeister Lutzenberger (GAL) teilte mit, dass deutlich weniger Beschwerden eingegangen seien.
Kommentar:
Gemeinderat Florian Hansch (SPD) erklärte in der Sitzung, ihm sei ein Fall bekannt, bei dem eine junge Besucherin von einem „schwarzen Sheriff“ belästigt worden sei.
Echt jetzt?! Der von uns bezahlte Sicherheitsdienst belästigt in unserem Summerpark eine Frau - und Kollege Hansch teilt das nicht sofort der Gemeinde mit? Das geht ja gar nicht! Oder handelt es sich nur um ein Gerücht? Dann hatte das in der Diskussion nichts zu suchen. Peter Noll

Fischer sollen Gänse jagen
Einstimmig unterstützte der Gemeinderat das Ansinnen der Fischereigenossenschaft, wieder das Jagdrecht auf dem Ammersee zu erhalten, das im kommenden Jahr vom Freistaat neu vergeben wird. Ausschlaggebend war, dass die Seevögel – insbesondere die Graugänse – von den bisherigen Jagdpächtern nicht ausreichend bejagt wurden. Die Folge: Vollgekotete Liegewiesen und sogar Hauterkrankungen durch verseuchtes Ammerseewasser.
Vgl. dazu auch uttilo – online – vom 21.07.2016:
http://gal-utting.de/index.php/uttilo-online-archiv/146-bericht-aus-der-gemeinderatssitzung-vom-21-07-2016

Wasser wird teurer
Einstimmig beschloss der Rat, die Übertragung der Uttinger Wasserversorgungseinrichtungen auf den neu gegründeten Zweckverband Wasserversorgung Ammersee/West. Die Gemeinde wird für die Eigentumsübertragung (nur) ca. 720.000 € erhalten. Der z.Zt. gültige Wasserpreis von 1,13 €/m² wird auf 1,16 €/m² steigen. Wegen notwendiger Investitionen werden demnächst Steigerungen bis auf ca. 1,50 €/m² erwartet.
vgl dazu auch Uttilo – online – vom 10.12.2015:
http://gal-utting.de/index.php/uttilo-online-archiv/131-bericht-aus-der-gemeinderatssitzung-vom-10-12-2015

Jahresrechnung 2015 verabschiedet
Einstimmig verabschiedete der Rat die Jahresrechnung 2015 und erteilte Bürgermeister und Kämmerer Entlastung. Wie der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses Alexander Noll (CSU) mitteilte, haben die Prüfungen keine erheblichen Mängel ergeben. Der Ausschuss erwarte allerdings, dass in Zukunft eingehende Rechnungen zeitnah bezahlt werden.

Gemeinderäte arbeiten in Zukunft vollelektronisch
Einstimmig beschloss der Gemeinderat, die Sitzungseinladungen zukünftig (bis auf ein Blatt mit der Tagesordnung) nur noch elektronisch zu versenden und die Unterlagen in einem elektronischen, passwortgesicherten Ratsinformationssystem zur Verfügung zu stellen. Die Gemeinderäte müssen sich daher geeignete tablets anschaffen, zu denen ihnen jeweils ein einmaliger Zuschuss von 500 € gezahlt wird (15 gegen 2 Stimmen – dagegen Sabine Kaiser und Patrick Schneider, beide GAL, die 250 € für ausreichend hielten). Die Gemeindeverwaltung verspricht sich von der Umstellung auf eine rein elektronische Sitzungsvorbereitung erhebliche Arbeitserleichterungen.
Kommentar:
Die elektronische Versendung und das Ratsinformationssystem müssen dann aber auch klappen! Was alles schief gehen kann, zeigte der Beginn der Sitzung: Die wegen der übervollen Tagesordnung um eine halbe Stunde auf 19.00 Uhr vorverlegte Sitzung musste ohne die Geschäftsleiterin beginnen. Sie hatte die Terminsverlegung vergessen. Da mit ihr auch die elektronische Ausstattung fehlte, begann Bürgermeister Lutzenberger (GAL) die Sitzung mit denjenigen Tagesordnungspunkten, die mit den zum Glück (noch) versandten papierenen Sitzungsunterlagen beraten und entschieden werden konnten… Peter Noll

Telos-Kinderhaus praktisch ohne Defizit
Einstimmig genehmigte der Gemeinderat den Haushaltsplan 2017 des Telos-Kindergartens Holzhausen. Dieser ist mit 42 Kindern durchgehend voll ausgelastet. Bei gesetzlich zustehenden Zuschüssen von 222.895 € (die sich der Freistaat und die Gemeinde teilen) rechnet das Kinderhaus mit einem Betriebskostenzuschuss von 356,24 € zur Defizitdeckung.
Kommentar:
Es geht also, eine hervorragende Kinderbetreuungseinrichtung ohne nennenswertes Defizit zu betreiben. Die anderen Betreiber unserer Einrichtungen werden’s mit Interesse sehen. Hoffentlich. Peter Noll

Bausachen:
Bebauungsplan „Am Moosgraben“ (Anwesen Landsberger Str. 21, Ringstr. 1, 3, 5, 31, 33, 35, Schondorfer Str. 15) Änderung der Baugrenzen, Verkleinerung der Bauverbotszone zur Landsbergerstr - Zustimmung (einstimmig)
Bebauungsplan „Hechelwiese“ (Anwesen Flechtner Weg 3) Neues Baufenster für eine Doppelgarage - Zustimmung (einstimmig)
Bebauungsplan „Hechelwiese“ (Anwesen Holzhauser Str. 8 und 10) Änderung der Baugrenze, Dachform, Dachneigung und Dachdeckung (begrüntes Flachdach)
Beuauftragung des Planungsverbandes mit der Ausarbeitung - Zustimmung (einstimmig)
Holzhauser Str. 8 Nutzungsänderung von einer Steuerkanzlei zu einem Wohnhaus - Zustimmung (einstimmig)
Waldaweg 21 Neubau EFH mit Garage; erneute Beratung nach überarbeiteter Planung; Überschreitung der Baugrenze um 2,00 m nach Norden, Verschiebung der Garage (Abstand zur Str. nur 4,50 m; Zustimmung 11:6 Stimmen), Überschreitung der Wandhöhe wegen hängigem Gelände, Abgrabung eines vorhandenen Terrassenhügels, Einbau eines Oberlichts und eines Dachflächenfensters - Zustimmung (einstimmig)
Annafeldstr. 6b Umbau und Erweiterung eines Zweifamilienhauses, Beratung nach überarbeitetem Plan; Zustimmung (einstimmig)
Kiesgrube neben der Staatsstr. Verlängerung der Abgrabungsgenehmigung - Zustimmung (einstimmig)
Mittlerer Weg 5 zwei Bauvoranfragen, verschiedene Wohnbebauungen - zweimal Ablehnung (einstimmig)
Die Vorhaben fügen sich in allen Alternativen nicht in die Umgebungsbebauung ein. Insbesondere die geplanten Wandhöhen überschreiten die höchsten Maße der umgebenden Häuser (5,70m) erheblich. Insgesamt erschienen die Bauvorhaben dem Rat zu groß.

Termine:
Nächste Gemeinderatssitzung: Do., 12.01.2017

Schon jetzt vormerken: Di., 07.07.2017, 11.00 – 13.00 Uhr: Schiffstaufe der neuen MS Utting

Frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr!

Peter Noll