Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 20.09.2012

Lob für Gestaltung und Ausbau des Gartenweges

In der Bürgerfragestunde hat sich eine Uttingerin zu Wort gemeldet und sich ausdrücklich für die Ausbau des Gartenweges bedankt. Fußgänger auch mit Kinderwagen und Radfahrer können die fußläufige Verbindung zwischen Hofstattstraße und Dießenerstraße jetzt bei jeder Witterung benutzen. Das Lob freut uns umso mehr, da sich der Gemeinderat diese Entscheidung aus kostengründen nicht ganz leicht gemacht hat.

Ralf Stief wird als Nachfolger von Klaus Richter vereidigt

Nach seiner Einführung und Vereidigung wurde Ralf Stief einstimmig als Mitglied des Bau- und Umweltausschusses sowie als Referent für Tourismus, Freizeitgelände, gemeindliche Grünflächen und Bäder bestimmt. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Kollegen am Ratstisch Ralf Stief  und viel Freude im kommunalen Ehrenamt.

Dynamisch oder statisch – Eine Frage des Rechtsverständnisses

Schwere Kost auch für Juristen ist offensichtlich ein Bauantrag zum Neubau eines Einfamilienhauses am Weitlesberg. Bereits zum dritten Mal durfte sich der Uttinger Gemeinderat mit einem Bauantrag für ein großes Einfamilienhaus in einem Bauraum von 20 m x 20 m befassen. Bisher hat der Rat das Einvernehmen einstimmig verweigert, da ein Gebäudeteil zweigeschossig geplant war. Dies widerspricht den Festsetzungen im bestehenden Bebauungsplan. Die erneute Planung beinhaltete einen östlichen Gebäudeteil (17,81 m x 5,81 m) jetzt eine Firsthöhe von 6,45 m. Unter Experten geht leider die Meinung auseinander, ob der Bebauungsplan dynamisch oder statisch verstanden werden muss. Das klingt zwar akademisch, entscheidet aber darüber, ob diese Ausmaße zwei Vollgeschosse beinhalten oder eben nicht.
Nach Rechtsauffassung im Landratsamt Landsberg sollte eine statische Betrachtung gewählt werden, somit stimmte der Gemeinderat dem Bauantrag einstimmig zu.

Sichtachsen zum Ammersee im Regionalplan

Trotz erster Streichung besteht der Uttinger Gemeinderat einstimmig darauf, dass der Passus „Die Sichtachsen zu bedeutenden Gewässern sind zu erhalten bzw. sollen nach Möglichkeit wieder hergestellt werden.“ Es wäre schon klasse, wenn es wieder ein paar Stellen mehr gibt, wo die Uttinger Bürger und unsere Besucher einen freien Blick auf den Ammersee haben, nicht nur im Summerpark.

Barrierefreiheit

Der Verein FÜREINANDER (ehemals SKDA) hat auf folgende Beeinträchtigungen bzw. Einschränkungen für ältere Menschen in unserem Gemeindegebiet hingewiesen:

•    Die Wege am Friedhof sind durch den Rollsplit mit Rollstuhl oder Rollator nur schwer begeh- bzw. befahrbar. Der Bürgermeister wird die Themen bei einer bereits geplanten Begehung des Friedhofes mit einer Vertreterin des Landratsamtes und einer Landschaftsarchitektin integrieren, über eine mögliche Verbesserung der Situation wird anschließend im Gemeinderat diskutiert und beschlossen.
•    Die Schranke an der Seezufahrt „im Freizeitgelände“ (neben dem Campingplatz) bildet mit ihrem winkeligen, engen Durchgang ein erhebliches Hindernis für Mobilitätseingeschränkte Mitbürger, Kinderwägen oder Fahrradanhänger. Der Bauhof wird beauftragt hier kurzfristig für eine pragmatische Lösung zu sorgen.
•    Überhängende Hecken an Fußwegen sind für ältere Mitbürger, Fußgänger und ein Ärgernis, vor allem bei Regen. Der Bürgermeister wird im nächsten Bürgerbrief (mal wieder) auf diese Problematik hinweisen und die Grundstücksbesitzer um regelmäßigen Rückschnitt bitten. Selbstverständlich wird die Verwaltung auch einzelne Grundstücksbesitzer persönlich anschreiben, wenn erforderlich.

Landratsamt ersetzt unser Einvernehmen

Ein Dauerbrenner, das Bauvorhaben an der Eduard-Thöny-Straße, beschäftigte uns erneut im Gemeinderat. Nachrichtlich mussten wir erfahren, dass das Landratsamt unser Einvernehmen zur nachträglichen Verlängerung des Nebengebäudes um 0,50 m ersetzt hat.

Kommentar:
Der halbe Meter mag nicht viel sein bei einem Gebäude von 17 Meter Länge. Die Begründung, die Handwerker hätten versehentlich größer gebaut, konnte auch nur einige Gemeinderäte überzeugen. Dass dieses Nebengebäude allerdings nur als Ersatzgebäude genehmigt wurde mit der Auflage, dass das alte Nebengebäude abgerissen wird, scheint heute niemanden mehr zu interessieren. Nach wie vor stehen zwei Nebengebäude auf dem Grundstück.
Hier sind uns formal die Hände gebunden, die Aufsichtsbehörde ist das Landratsamt Landsberg. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Verantwortlichen dort bei der Überprüfung des Bauvorhabens und Bauaufsicht ebenso viel Zeit nehmen, wie bei der Überprüfung unserer Gemeinderatsbeschlüsse.
Das zum Abbruch bestimmte Gebäude wurde zwischenzeitlich neu eingedeckt, wahrscheinlich waren hier auch die Handwerker schuld. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt… (Renate Standfest)

Nächste Gemeinderatssitzung:
Im neuen Feuerwehrhaus am Donnerstag, 11.10.12, 19.30 Uhr

Renate Standfest