Uttilo – online –

Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 25.07.2013

 

Danke fürs Mitmachen! Auch die GALlier haben zwei Preise erradelt!

Christian Strohmeier, der in Utting dankenswerterweise das Stadtradeln koordiniert hat, hat folgende Ergebnisse veröffentlicht:

Das Team mit den meisten geradelten Kilometern, nämlich 8.124 in ist das Team "Freitagsradler" mit Hans Donner an der Spitze. Den 2. Platz in dieser Kategorie hat das Team "RADsuchende GALlier" mit 3.026 KM errungen mit Patrick Schneider als Teamkapitän, die Bronzemedallie in dieser Kategorie geht an das Team "Telos" mit Frau Veronika Sailer, die 2.866 KM geradelt sind. Das Team "Telos" wird außerhalb der offiziellen Bewertung für die meisten Mitradler nämlich 45 geehrt, toll dass sich so viele begeistern ließen. 

Die nächste Kategorie ist das fahrradaktivstes Team mit den meisten Kilometern pro TeilnehmerIn: Hier hat das Team "Einzelfahrer" mit Beatrice Anders den ersten Platz erradelt, das Team "füreinander" mit Hans Starke den zweiten Platz und die "Freitagsradler" mit Hans Donner den dritten Platz.

 In der dritten Kategorie werden die Radler mit den meisten geradelten Kilometern geehrt. Die Goldmedaillie geht hier an Sylvia Haslauer vom Team "Biomarkt LaVida" mit 675 km, die Silbermedaillie geht an Siegfried Bader vom Team "Einzelfahrer" mit 638 km und dicht gefolgt von einem Uttinger Parlamentarier vom Team "RADsuchende GALlier" Herr Peter Noll mit 635 km.

Der größte Gewinner an dieser Stelle ist unser Klima, dem in den letzten 3 Wochen fast 4 TONNEN CO2 erspart geblieben sind.

Bezogen auf das ganze Ammersee Westufer haben Uttinger mit unfassbaren 27.533 km 2/3tel der Erde mit dem Rad umrundet, die Schondorfer sind 19.419 KM, Dießen 15.811 KM und Raisting 10.614 KM geradelt. Insgesamt haben wir in den letzten 3 Wochen mit 73.377 KM die Welt knapp 2x umrundet, ich finde das lässt sich wirklich sehen.

 

Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 25.07.13

Ortsentwicklungskonzept für Utting verabschiedet

Einstimmig beschloss der Gemeinderat das Ortsentwicklungskonzept (OEK) für unsere Gemeinde.

Die Diskussion um die Ortentwicklung hat Tradition in Utting: engagierte Bürgerinnen und Bürger haben sich vor Jahren auf Einladung der lokalen Agenda mit der zukünftigen Entwicklung Uttings beschäftigt. Auf Initiative von Bürgermeister Lutzenberger wurden 2009  in einem Bürgerworkshop zum Flächennutzungsplan auf breiter Basis Handlungsbedarfe herausgearbeitet und priorisiert. Aufgrund dieser guten Vorarbeit und der engagierten Bürgerbeteiligung hatte der Gemeinderat eine fundierte Grundlage für die Arbeit am OEK. In vier ganztägigen Workshops wurden vom Gemeinderat pragmatisch und zielorientiert folgende Schritte erarbeitet:

  • Strukturanalyse
  • Stärken-Schwächen-Bilanz
  • Definition und Gewichtung von Entwicklungszielen
  • Sammlung von Maßnahmenideen
  • Auswahl und Ausarbeitung von Umsetzungsmaßnahmen
  • Definition von Leitprojekten und Festlegen der Umsetzungstermine

 

Unsere Entwicklungsziele sind:

Ortsbild und öffentlicher Raum

  • · Schaffen und Beleben einer echten Ortsmitte, Revitalisierung des Ortszentrums
  • · Steigerung der Aufenthaltsqualität im Ort
  • · Erhalt der ortsbildprägenden Bausubstanz

 

Verkehr

  • · Bewusstsein für umweltfreundliche Mobilität fördern
  • · Fußgängerfreundlichkeit und Aufenthaltsfunktion des öffentlichen Raums stärken (v.a. in der Ortsmitte) Steuerung des touristischen Parkverkehrs

 

Wirtschaft, Gewerbe, Versorgung

  • · Wirtschaftskraft stärken, Arbeitsplätze schaffen und erhalten (Voraussetzung)
  • · Kaufkraft am Ort binden
  • · Förderung und Sicherung der dörflichen Strukturen bei Handwerk und Handel

 

Soziales und kommunale Infrastruktur

  • · Wohnen und Arbeiten im Ort ermöglichen (keine Schlafstadt)
  • · Angebote zur Ermöglichung eines selbständigen Lebens im Alter schaffen
  • · „Halten“ der nachfolgenden Generation am Ort

 

Touristik, Freizeit, Kultur

  • · umwelt-)verträglichen Langzeittourismus fördern, Qualität vor Quantität
  • · Ausbau eines ganzjährigen, differenzierten Tourismus-Angebots

 

Natur, Landschaft, Landwirtschaft, Energie

  • · Erhalt des attraktiven Landschaftsbildes
  • · Energieautarkes Utting
  • · Sicherung Lebensraum Ammersee und sensibler Umgang mit dem Seeuferbereich

Ortsbild und öffentlicher Raum

Verkehr

Das OEK samt Maßnahmen und Umsetzungsplan kann auch auf der Homepage der Gemeinde Utting unter folgendem Link heruntergeladen werden

http://www.utting.de/news_single.html?&tx_ttnews[tt_news]=78&tx_ttnews[backPid]=1&cHash=6077d65bd9

Landschaft, Landwirtschaft, Energie

Mit dem OEK hat sich der Gemeinderat ein Handlungskonzept und einen Orientierungsrahmen, angelehnt an unser Zukunftsbild „Utting – natürlich am Ammersee“ gegeben

Einhellig wurde am Ratstisch  die gute Zusammenarbeit mit Frau Gerber und Herrn Karnott vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum gelobt, die uns über 3 Jahre in diesem Prozess professionell und motiviert begleitet haben.

 

Kommentar:

Hochfliegende Ideen oder doch eher kleine pragmatische Schritte für Uttings Entwicklung? Dieser Spagat war nicht immer leicht, aber fraktionsübergreifend ist es uns gelungen konstruktiv, kritisch und zielorientiert die Maßnahmen für Utting zu definieren, die eine Chance auf Umsetzung haben. Dabei sind kleine Maßnahmen wie die Verbesserung der Beleuchtung im Ortszentrum, innovative Aspekte wie die Prämierung guter Sanierungsbeispiele bei ortsbildprägenden Gebäuden, aber auch „dicke Bretter“ wie die Freilegung des Mühlbaches nach Umsetzung der erforderlichen Hochwasserschutzmaßnahmen. Viel Zeit, Energie und auch 15.000 € Budget wurden investiert, jetzt liegt es an uns allen, dass das Ortsentwicklungskonzept nicht für die Schublade gemacht wurde. Ein Ortsentwicklungskonzept mit Bodenhaftung, das gefällt mir!

(Renate Standfest)

 

Bauantrag Getränkemarkt genehmigt

Zuerst war der vorhabenbezogene Bebauungs- und Erschließungsplan Sondergebiet „Einzelhandel/Getränkemarkt Ludwigstraße 22 und 24, Annafeld Utting“ auf der Tagesordnung. Der Gemeinderat hat in zweiter Runde die Wertung der Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange und einzelne Bürgereinwendungen durchgeführt.

Nachbarn haben erneut Einwendungen bzgl. Lärmimissionen und Verkehrsanbindung abgegeben. Der Gemeinderat hat darauf hingewiesen, dass sich durch das Sondergebiet Einzelhandel/Getränkemarkt keine Verschlechterungen für die Anlieger ergeben. Das Grundstück war bereits bisher als Mischgebiet ausgewiesen und hatte das Ziel Gewerbe in Verbindung mit Wohnen zuzulassen. Die Lärmobergrenzen sind identisch. Außerdem haben wir im Bebauungsplan folgende Vorgaben bindend festgesetzt:

  • Kundenverkehr nur von 7.00 – 20.00 Uhr
  • Max. 3 LKW-Anlieferungen pro Tag in der Zeit von 7.00 – 20.00 Uhr
  • Max. 45 Minuten Gabelstaplerbetrieb, ebenfalls nur in der Zeit von 7.00 – 20.00 Uhr
  • Einhausung der Station für Einkaufswägen mit Öffnung nach Westen (weg von den Nachbarn)

 

Im nächsten Tagesordnungspunkt wurde mit großer Mehrheit der Bauantrag zum Neubau eines FRISTO Getränkemarktes an dieser Stelle gegen zwei Stimmen beschlossen.

Das Gebäude wird in den Hang „eingegraben“, bekommt ein wellenförmiges Dach und das Gelände wird nach unseren Vorgaben auch mit ausreichend Bäumen bepflanzt, so dass es sich landschaftlich besser einfügt.

 

Auftragsvergaben

Elektroinstallationsarbeiten für den Umbau der Sanitär- und Umkleideräume an der Schule

Die Ausschreibung ergab 87.000 € und war damit 53 % teurer, als erwartet. Zähneknirschend, aber einstimmig hat der Gemeinderat die Elekroinstallationsarbeiten vergeben.

 

Beleuchtung Parkplatz Feuerwehrhaus

Die Elektroinstallationsarbeiten und die Herstellung der Beleuchtung wir d die Gemeinde ca.12.600 € kosten, der Beschluss fiel zugunsten der Mastaufsatzleuchten mit LED-Technik.

 

 

Winterbetrieb Pavillon am Campingplatz

Bereits vor einiger Zeit hat der Gemeinderat auf Antrag des Pächters beschlossen, einen Winterbetrieb zu ermöglichen. Ein Umbau kann aber nur in Abstimmung mit der Gemeinde als Eigentümerin des Gebäudes stattfinden. Dazu hat der Pächter die Pläne des Architekten Lüps vorgelgt. Die damit einhergehende Erweiterung um 10 Plätze war Gegenstand der Beratung. Die Einfachverglasung des Pavillons soll entfernt und durch eine „winterfeste“ Verglasung am de Rand des Dachüberstandes ersetzt werden, damit vergrößert sich der Innenraum entsprechend. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

 

 

Keine Baumfällung auf Gemeindegrund

Einstimmig lehnte der Gemeinderat die Fällung eines Baumes im Straßenbegleitgrün auf Höhe der Hofstattstraße 31 ab. Die Eigentümer gaben an, dass sie davon ausgehen, dass die Wurzeln Schäden in der Drainage und in der Zauneinfriedung verursacht haben. Diese „Vermutung“ reicht dem Gremium nicht um einen 30 Jahre alten Baum zu fällen. Vielmehr wurde der Wunsch ausgesprochen Straßen- bzw. Alleebäume möglichst zu erhalten.

 

Toilettenwagen im Summerpark

Mit 4 zu 9 Stimmen wurde der Antrag der Pächterfamilie des Seerestaurants abgelehnt grundsätzlich bei allen Veranstaltungen, die der GR im Summerpark genehmigt und bei denen mehr als 50 Besucher  zu erwarten sind, dem Veranstalter zur Auflage zu machen, Toiletten auf eigene Kosten bereit zu stellen.

Vielmehr wurde einstimmig beschlossen, dass die Gemeinde bei jeder Veranstaltung im Summerpark prüft, ob Toiletten notwendig sind und dies ggf. zur Auflage zu machen. Außerdem sollen die öffentlichen Toiletten (im Bahnhof und beim Strandbad) besser ausgeschildert werden.

 

Kommentar:

Es ist ohne Zweifel unzumutbar, wenn alle Besucher des Sommermarktes die Toiletten des Seerestaurants nutzen. Das hat auch die Marktveranstalterin eingesehen und zugesagt ab nächstem Jahr einen Toilettenwagen vorzuhalten. Allerdings sollten wir nicht überreagieren: Wenn wir dem Antrag zugestimmt hätten, wäre bei jedem Standkonzert des Shantychors oder bei jedem ökomenischen Gottesdienst ein Toilettenwagen zur Auflage gemacht worden. Das kann ja nicht Sinn der Sache sein.                                                                                   (Renate Standfest)

 

Nächste GR-Sitzung:

Donnerstag, 19.09.13, 19.30 Uhr, neues Feuerwehrhaus

Bei Bedarf gibt’s eine Feriensitzung am 22.08.13

 

Ich wünsch Euch allen eine wunderbare, sonnige Sommerzeit mit lauen Abenden am See ganz ohne Politik J und bitte geht alle zur Wahl am 15. und 22. September – Jede Stimme zählt!

Falls es noch freiwillige Wahlhelfer unter Euch gibt, bitte in der Gemeinde Utting bei Frau Baindl melden.

Renate Standfest