Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 05.06.2014

Bürgeranliegen

Nachfrage vom Verein „Unser Dorf“ vertreten durch Wolf-Eckhard Lüps bzgl. des weiteren Vorgehens Sonnenhof und der geplanter Bootshütte für das Dießener Polizeiboot beim Holzhauser Steg. So bedauerlich es für Holzhausen ist, dass die einzige Wirtschaft und das Hotel Sonnenhof geschlossen ist, über das weitere Vorgehen entscheiden die Bank und der Insolvenzverwalter. Hier hat die Gemeinde keinen Einfluss.

Christoph Hagenmeier (Steinlechner Bootswerft) äußert sein Unverständnis über 3 Strafzettel aufgrund abgelaufener Parklizenzen verbunden mit der Bitte an den Gemeinderat eine Sonderregelung für die Parksituation an der Werft zu finden. Der Gemeinderat kommt überein, dass der Planer mit Herrn Hagenmeier Kontakt aufnimmt um eine einvernehmliche Lösung zu suchen. Die Strafzettel sind „hinfällig“, da die Parklizenzen im April ausgelaufen sind und die neue Verkehrsregelung erst nach dem heutigen Gemeinderatsbeschluss Gültigkeit erhält.

 

Steinhauser-Anwesen

Die mit Spannung erwartete erneute Diskussion zur Bauvoranfrage  eines Wohn- und Geschäftshauses in der Bahnhofsstraße 1-5 (Steinhauser) ist ausgefallen. Der Antrag wurde zurückgezogen, verbunden mit dem Wunsch diesen zu einem späteren Zeitpunkt in verträglicher Form zu stellen.

 

Schuppen abgelehnt

Einstimmig abgelehnt hat der Gemeinderat den Wunsch eines Holzhauser Bürgers zur Errichtung eines Geräteschuppens. Der Bauwerber hat die zulässigen Überschreitungsmöglichkeiten nach Bebauungsplan bereits jetzt knapp überschritten.

 

Fan-Meile am Ammersee-Ufer

Nachdem in der letzten Sitzung für das Strandbad und die Alte Villa Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft genehmigt wurde, folgte jetzt der Antrag des Pächters des Pavillon am See. Auch hier gestattete der Gemeinderat einstimmig Public Viewing. Die Pächterin des Campingplatzes ist einverstanden, polizeiliche Vorgaben werden eingehalten.

 

 

 

Parkregelung am See

Nachdem sich der Gemeinderat bereits mit der schlechten Nachricht abgefunden hatte, dass vor der Sommerpause keine Firma mehr die Markierungsarbeiten im Gries/Seestraße vornehmen kann, wartete die Verwaltung mit einer Überraschung auf. Kurzfristig kam am Tag der Gemeinderatssitzung ein Angebot über 4.400 € für Markierungsarbeiten herein, die Firma kann damit in Kürze beginnen und sagt die zeitnahe Erledigung (in 2 Wochen) zu. Der Zweckverband stimmt – ebenfalls kurzfristig – zu, die Kennzeichnung mit Piktogrammen und die Beschilderungen der Parkplätze sowie der Verkehrsregelung klappen ebenfalls. Auch die Parkplätze werden jetzt erweitert.

Der Gemeinderat beschloss mit 12:1 Stimmen mehrheitlich, die Markierungsarbeiten zu beauftragen und die Stunden beim Zweckverband für die Kontrolle des ruhenden Verkehrs von 20 auf 40 /Monat zu verdoppeln. Einzig Helmut Schiller lehnte das Angebot und die Umsetzung des ursprünglichen Beschlusses ab. Er wollte den Planer über den Sommer erst mal Erfahrungen sammeln lassen.

Sabine Kaiser forderte, dass sich der Planer mit dem Geschäftsführer der Werft ins Vernehmen setzt und klärt, wo es bzgl. des Gewerbes noch Optimierungsbedarf gibt (siehe Bürgeranliegen von Herrn Hagenmeier). Die Verwaltung wird den Planer diesbezüglich beauftragen.

Kommentar:
Es bleibt zu hoffen, dass die schwierige verkehrs- und Parksituation am See in den Sommermonaten etwas verbessert werden kann. Den Mangel an Parkflächen in Seenähe können wir nicht beheben, die Interessenskonflikte von Erholungssuchenden, Anliegern und Gewerbetreibenden wohl auch nicht, aber wir versuchen eine für alle erträgliche Lösung zu entwickeln. Die von Einzelnen immer wieder geforderte Schaffung eines Dauerparkplatzes im Summerpark halte ich für grundfalsch. Wir sollten uns diesen Park bewahren, andere Ammerseegemeinden beneiden uns darum. Nicht Autos sollten den schönen Platz am See bevölkern, sondern die Einheimischen und Erholungssuchenden. Auch wenn ein paar Zweifel an der neuen Verkehrsregelung bleiben, wir sollten den Versuch wagen und über den Sommer die Erfahrungen sammeln und auswerten. Nur so können wir beurteilen, ob die von den Anliegern mit der Verwaltung und den Verkehrsplanern erarbeiteten Verbesserungsvorschläge wirkungsvoll sind. Am meisten würden der gesunde Menschenverstand und vor allem die Einhaltung der vorhandenen Verkehrsregeln samt Park- und Halteverbot helfen!                     (Renate Standfest)

 

Förderung von Sanierung alter Gebäude

In unserem Ortsentwicklungskonzept haben wir die Förderung von Sanierung alter Gebäude vereinbart. Auch in Dießen verleiht der Heimatverein seit 25 Jahren den „Preis des Jahres“ für Sanierung oder Renovierung alter Gebäude.

Zur Ausgestaltung schlägt Peter Noll für die GAL vor, ausnahmsweise zum Start die letzten 5 Jahre zu betrachten und in Zukunft den Preis alle 2 Jahre zu verleihen. Für die Zusammensetzung der Jury soll jede Gruppierung ein fachkundiges Jury-Mitglied benennen, desweiteren sollen die beiden Bürgermeister stimmberechtigte Mitglieder sein. Die Jury arbeitet ehrenamtlich, die Bezahlung erfolgt angelehnt an die Aufwandsentschädigung der Gemeinderäte. Die Jury erarbeitet Kriterien für die Vergabe (z.B. in Anlehnung an Dießen). Der Preis wird öffentlich ausgeschrieben, Bauherren können sich bewerben bzw. gelungene Sanierungen können vorgeschlagen werden. Der Annahmeschluss für Vorschläge soll Oktober sein, der Preis soll erstmalig bei der Bürgerversammlung 2014 verliehen werden.

Der Beschluss fiel einstimmig.

Uttinger Podium

Die Gemeinde Utting besitzt ein Podium, das an örtliche Vereine oder BürgerInnen verliehen wird. Die überholten Gebühren (von 1988) wurden angepasst. Bei Ausleihe muss eine Kaution von 300 € hinterlegt werden, der Aufbau erfolgt unter Aufsicht eines Fachkundigen und die Leihgebühr für Privatpersonen liegt bei 200 €. Vereine bezahlen keine Leihgebühr. Der Beschluss war einstimmig.

Auftragsvergaben

Die Seeufermauer südl. vom Dampfersteg muss dringend saniert werden. Dies ist auch wichtig für Seebühne, der Abschluss der Arbeiten muss deshalb bis 27.06.2014 erfolgen, Premiere der Seebühne ist am 18.07. (Premiere Seebühne). Den Zuschlag für die Arbeiten erhielt einstimmig die Fa. Wiedemann mit einem Angebot über 8.728 €.

Die Reparatur des gemeindeeigenen Unimogs wird erheblich teurer. Der ursprüngliche Auftrag, das Bauhoffahrzeug TÜV-gerecht herzurichten und das Fahrerhaus zu sanieren um weitere 5-10 Jahre einsatzfähig zu sein, musste aufgrund des starken Rostbefalls um 4.036 € erweitert werden. Die Gesamtkosten belaufen sich jetzt auf ca. 25.000 € und wurden bei einer Gegenstimme (Hornsteiner) an die Fa. Schüssler Unimog vergeben. Mit 150 jährlichen Betriebsstunden ist das Fahrzeug vor allem für den Winterdienst im Einsatz. Gemeinderat Hoffmann stimmte dieser werterhaltenden Maßnahme grundsätzlich zu, möchte aber, dass in Zukunft ein zweites Angebot eingeholt wird.

Kastanie am Dorfbrunnen muss wahrscheinlich gefällt werden

Der Baumpfleger Steffen Pfau aus Utting hat den Befall einer Kastanie am Dorfbrunnen mit Brandkrustenpilz gemeldet. Die Gefahr der Standunsicherheit erfordert eine Ausnahmegenehmigung nach §39 zur Baumfällung. Im Vorfeld erfolgt i.d.R. eine artenschutzrechtliche Prüfung durch die untere Naturschutzbehörde. Der Grund für den Befall ist normalerweise der schlechte Ernährungszustand des Baumes und die Anschüttung. Zusätzlich ist eine Linde und eine weitere Kastanie gefährdet (Ansteckung), deshalb gilt es zeitnah zu handeln.

 

Termine:

Nächste Gemeinderatssitzung im Feuerwehrhaus um 19.30 Uhr am 26. Juni 2014